Der Beitrag “Sisterhood is powerful … unless you’re Jewish” – Antisemitismus(-kritik) in feministischen Bewegungen in den USA und der Bundesrepublik seit 1970 erschien zuerst auf PostKulturwissenschaften.
]]>Vortrag und Diskussion im Rahmen des Institutskolloquiums SoSe 2024
// 07.05.2024, 17 – 19 Uhr c.t.
// Institut für Kulturwissenschaften, Geisteswissenscahftliche Zentrum (GWZ) in der Beethovenstraße 15 Raum GWZ H 5 1.16 (Harald Homann Lounge)

“Sisterhood is powerful … unless you’re Jewish”, so der drastische Titel des Preprints der Ausgabe #8 der jüdisch-feministischen Zeitschrift Lilith, welches für die National Women’s Studies Association Conference im Juni 1981 veröffentlicht wurde, um Antisemitismus in feministischen Kontexten zu problematisieren. Nicht nur auf der Konferenz in Storrs, Connecticut, welche unter dem Titel „Women Respond to Racism“ stattfand, rückten jüdische, lesbische, Schwarze und andere marginalisierte Feminist:innen ihre Erfahrungen ins Zentrum feministischer Auseinandersetzungen und stellten das Konzept einer „universal sisterhood“ zunehmend in Frage. Auch in der Bundesrepublik, in der diese US-amerikanischen Debatten in feministischen Bewegungskontexten sehr aufmerksam verfolgt und rezipiert wurden, kontestierten seit Mitte der 1980er Jahre marginalisierte Feminist:innen die unhinterfragte Selbstverständlichkeit eines feministischen „Wirs“ und problematisierten zunehmend lautstark Rassismus, Behindertenfeindlichkeit und Antisemitismus.
Vor diesem Hintergrund fragt das Forschungsprojekt aus verflechtungsgeschichtlicher Perspektive einerseits nach den Wissensräumen und Konfliktfeldern, die sich in den 1970er, 1980er und 1990er Jahren in feministischen Bewegungen entlang der Auseinandersetzungen und Aushandlungen um Antisemitismus in den USA und der Bundesrepublik entfalteten, und andererseits nach spezifischen Artikulationsformen antisemitischer Ressentiments und ihrer Kritik in feministischen Bewegungskontexten. Diesbezüglich soll nicht nur rekonstruiert werden, wie Antisemitismus in feministischen Bewegungskontexten konzeptualisiert, kritisiert und stellenweise auch integriert und gerechtfertigt wurde, sondern auch Zusammenhänge mit bestimmten Konzeptualisierungen und Vorstellungen von Geschlecht nachgezeichnet werden.

Der Beitrag “Sisterhood is powerful … unless you’re Jewish” – Antisemitismus(-kritik) in feministischen Bewegungen in den USA und der Bundesrepublik seit 1970 erschien zuerst auf PostKulturwissenschaften.
]]>Der Beitrag Susan Weidman Schneider on Jewish Feminism and JAP-baiting erschien zuerst auf PostKulturwissenschaften.
]]>Der Beitrag Susan Weidman Schneider on Jewish Feminism and JAP-baiting erschien zuerst auf PostKulturwissenschaften.
]]>Der Beitrag Antisemitisms zwischen Kontinuität und Adaptivität – Interdisziplinäre Perspektiven auf Geschichte, Aktualität und Prävention erschien zuerst auf PostKulturwissenschaften.
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Abstract: The relationship between antisemitism and gender has so far received little attention in the discussions of antisemitism research in the social sciences. The academic literature on antisemitism focuses mainly on male antisemites, even though in recent years there have been few, isolated contributions that have reflected on antisemitic women and . A desideratum of research on antisemitism that remains to be addressed, are studies that investigate antisemitism of women in the context of specific historical and social contexts and raise questions about the cultural embedding of antisemitic ideas in other contexts. Therefore, the paper firstly addresses the limitations of psychoanalytically based contributions on the relationship between antisemitism and gender and discusses the epistemological value of gender-historical perspectives on antisemitism. Second, the paper traces in condensed form antisemitism-related discourse strands in feminist movement contexts in the Federal Republic and the United States between 1970-2001 from an entangled history / transnational history perspective.
Christian Kleindienst, Antisemitismus und Geschlecht – Zur Integration und Kritik antisemitischer Ressentiments in der (west-)deutschen und US-amerikanischen Frauenbewegung (1970–2001), in: Lennard Schmidt/Andreas Borsch/Salome Richter/Marc Seul/Luca Zarbock/Niels Heudtlaß (Hg.), Antisemitismus zwischen Kontinuität und Adaptivität, 1. Aufl., Göttingen 2022, 121–136. https://doi.org/10.14220/9783737014984.121
Der Beitrag Antisemitisms zwischen Kontinuität und Adaptivität – Interdisziplinäre Perspektiven auf Geschichte, Aktualität und Prävention erschien zuerst auf PostKulturwissenschaften.
]]>Der Beitrag Call for Contribution: Interdisziplinärer Workshop „Feminism is a battlefield“ erschien zuerst auf PostKulturwissenschaften.
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„Wie erforschen, was sich bewegt?“
— Susanne Maurer
Wie lassen sich Queer- und Frauenbewegungen analysieren und befragen, wenn sie gleichzeitig als soziale Bewegungen stetig in Veränderung, in Bewegung begriffen sind?
Im Rahmen des interdisziplinären Workshops Feminism is a battlefield von und für Nachwuchs-wissenschaftler:innen, Aktivist:innen und Künstler:innen wollen wir uns einem Verständnis von sozialen Bewegungen über ihre Konflikte nähern. Dabei können sowohl historische als auch gegenwärtige Konflikt- und Bewegungsräume der Queer- und Frauenbewegungen im Fokus stehen. Die Erziehungswissenschaftlerin Susanne Maurer hat im Rahmen dieses Spannungsfeldes auf die Brisanz von Konflikten für die Frauenbewegungsforschung hingewiesen. Sie versteht Konflikte als Spuren und als Schlüssel zum Verständnis für längerwährende Prozesse und wichtige Ereignisse und Themen der Bewegung, aber auch der gesamten Gesellschaft.
Alle Queer- und Frauenbewegungen lagen und liegen mit gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnissen im Streit, führ(t)en aber auch Konflikte unter- und zwischeneinander. Sie kämpf(t)en gegen Unterdrückung, Ausbeutung und Enteignung, rungen und ringen um Differenzen, Anerkennung und Umverteilung und formulier(t)en Utopien für eine andere Zukunft. Indem wir uns speziell den streitbaren Räumen und Konflikten, in denen Bewegungsziele ausgehandelt werden, zuwenden, wollen wir eine Perspektive eröffnen, die es ermöglicht Queer- und Frauenbewegungen in ihrer Heterogenität und Komplexität zu erforschen.
Mögliche Themen/Fragen für Beiträge könnten sein:
Wir möchten am 6. und 7. Mai 2022 gemeinsam in Leipzig Ihre und Eure Forschungsarbeiten rund um Konflikt- und Bewegungsräume in Queer- und Frauenbewegungen – vor allem anhand mitgebrachter Quellen – diskutieren. Bringt mit, was euch bewegt!
Der Workshop wird Werkstattcharakter haben und ist interdisziplinär angelegt. Er richtet sich sowohl an historisch, soziologisch, kulturwissenschaftlich, philosophisch und künstlerisch Arbeitende sowie an politisch Aktive.
Es können auch Vorschläge eingereicht werden, die am Rande des Themas zu liegen scheinen. Die inhaltliche Schwerpunktsetzung des Workshops wird durch die Einreichungen mitgestaltet.
Wir bemühen uns um Finanzierung der Fahrt- und Übernachtungskosten.
Bei Interesse senden Sie/sendet bitte ein kurzes Exposé (ca. Eine Seite) bis zum 20. Januar an: [email protected]
Der Workshop wird organisiert von
Kassandra Hammel (Albert-Ludwig-Universität Freiburg)
Christian Kleindienst (Universität Leipzig)
Pia Marzell (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
Barbara Schnalzger (Universität Leipzig & MONAliesA Leipzig)
Constanze Stutz (TU Dresden)
und ist ein Kooperationsprojekt mit
der Feministischen Bibliothek MONAliesA Leipzig
sowie dem Lehrstuhl für Geschlechtergeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Der Call kann ebenfalls auf H-Soz-Kult und dem Theorieblog eingesehen werden.
Das Programm des Workshops kann hier eingesehen werden:
Der Beitrag Call for Contribution: Interdisziplinärer Workshop „Feminism is a battlefield“ erschien zuerst auf PostKulturwissenschaften.
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